Umgang mit Kritiken

Wie viele andere hoffnungsfrohe Schreiber habe ich natürlich auch meine Werke vor der Überarbeitung an Testleser geschickt. Mein Schreibstil ist dabei weniger der Fokus, denn da habe ich bislang meist nur Gutes Feedback bekommen.

Mir geht es eher um die Frage, ob der Inhalt der Geschichte verständlich, schlüssig und interessant für einen Leser ist. Niemand erwartet, bei einer Rohfassung ausschließlich fünf Sterne zu erhalten, es geht ja gerade um die Schwachpunkte, die man selbst nicht mehr sieht.

Das hat jedoch zur Folge, dass man größtenteils die negativen Punkte hört, was auf Dauer an die Substanz gehen kann. Man fragt sich, ob die Geschichte wirklich gut ist, ob man vielleicht doch nicht zum Schreiben geboren ist oder ob man einfach die falschen Testleser erwischt hat.

Letztendlich muss man nicht nur den Glauben an sich selbst und seine Geschichte bewahren. Man muss die Kritiken der Tester analysieren, in Handlungsempfehlungen umwandeln und fallweise entscheiden, welche davon man umsetzen will und welche nicht. Am Ende des Tages ist schließlich die Kritik des einen das Lob des anderen.

Wenn ein Testleser nicht zur Zielgruppe des Buches gehört, sollte man dessen Kritikpunkte zwar zur Kenntnis nehmen, sie aber nicht ganz so sehr gewichten. Ich persönlich nehme mir Kritiken immer sehr zu Herzen und verfalle leicht in Selbstzweifel. Doch mein Vertrauen in meine Geschichten lässt mich weitermachen.

Eines muss ich mir regelmäßig vor Augen führen: Es ist meine Geschichte. Natürlich soll sie möglichst viele Leser ansprechen, aber am Ende muss sie noch immer meine Geschichte sein. Sie muss mir gefallen. Die Vorlieben der Menschen sind breit gefächert. Wenn mir etwas gefällt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es da draußen einen Haufen anderer Personen gibt, die es genauso sehen.

Also lasst euch inspirieren, aber nicht unterkriegen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.